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• Projekte: AAMV arbeitete an diversen Victim Assistance & socio-economic re-integration Projekten in Kambodscha und Kosovo. Mines Advisory Group MAG-UK ist ein langjähriger Kooperationspartner bei Projekten unter anderem in Afghanistan, in Kambodscha und in Laos. 1995 begann die erfolgreiche Partnerschaft zwischen AAMV und MAG. Gemeinsam bemühten sie sich vor Ort im Rahmen von humanitären Minenaktionsprogrammen um „community based development“.



• Frauen Entminungsteam Projekt Kambodscha: 2003 startete MAG in Kambodscha ein einzigartiges Pilotprojekt. Ein ausschließlich aus Frauen bestehendes Entminungsteam sorgte für enormes Aufsehen und schrieb Entminungsgeschichte. Dieses Entminungsteam war einzigartig auf der Welt und eines der effektivsten seiner Art überhaupt. Der Erfolg gab MAG recht, weitere Teams wurden in den nächsten Jahren auf die Beine gestellt

• Rollstuhlprojekt: In Werkstätten des Jesuit Service Cambodia werden Rollstühle von Minenopfern für Minenopfer gebaut. Die Rollstühle werden aus einheimischen Materialien hergestellt und sind so konstruiert, dass sie auch bei der Arbeit auf Reisfeldern verwendet werden können.

• Chickenbankprojekt: Gewisse Dörfer in Kambodscha sind nur schwer für große Hilfsorganisationen erreichbar und daher sind groß angelegte Projekte nicht möglich. Daher wurden in einem kleinen Projekt einheimischen Minenopfern und deren Familien zunächst 8 Hühner gegeben, die dazu dienen sollen, sie zur Aufzucht oder zum Weiterverkauf zu nutzen. Am Ende der Projektphase besaß jede Familie von Minenopfern durchschnittlich 36 Hühner. Durch diese Vermehrung des Hühnerbestandes konnten immer wieder Hühner an die Hilfsorganisation zurückgegeben werden, womit man anderen Minenopfer und deren Familien eine Starthilfe gewähren konnte.

• Kosovo: In ähnlicher Weise wie beim Chickenbankprojekt wurden in diesem Cowbankprojekt zwölf von den ärmsten Minenopfern und ihre Familien mit Kühen versorgt, damit sie eine Viehzucht starten konnten. Dieses Projekt wurde vor Ort von der Mutter Theresa Gesellschaft in Pristina implementiert.

• Laos: Dieses letzte Frauenprojekt wurde 2007 im Bezirk Nong Het in der Provinz Xieng Khouang gestartet. Diese Provinz ist eine der ärmsten in Laos; 100% der Bevölkerung wird von der eigenen Regierung als arm eingestuft, und rund 66% der Dörfer haben keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser. MAG spielt eine führende Rolle, Frauen in den lokalen Entwicklungsprozess zu integrieren und sie zu Technikerinnen auszubilden. Jedem Teammitglied werden neben dem Entminungstraining spezifische Fähigkeiten wie Führungsqualitäten, Lehrtechniken, Managementfertigkeiten und Erste Hilfe vermittelt. Dadurch wird ein flexibles und umfassend ausgebildetes Arbeitsteam auf die Beine gestellt, das sowohl in Noteinsätzen wie etwa auf kontaminierten Schularealen, Dorfmärkten, Regierungsverwaltungsgebieten als auch in groß angelegten Räumungsarbeiten eingesetzt werden kann.
Diese Projekte stehen damit im Einklang mit den drei Dimensionen des Bad Honnefer Konzeptes, an denen sich Minenaktionsprogramme als Teil von nachhaltiger Rehabilitation und Entwicklung zu orientieren haben: Partizipation der lokalen Bevölkerung, Kohärenz als Teil eines integrativen und langfristigen Entwicklungskonzeptes und Solidarität als Gedanke der Förderung von Autonomie statt neuer Abhängigkeiten von nördlichen Industriestaaten.

• Factfinding missions & Internationale Konferenzen führten AAMV nach Bosnien, Vietnam, Laos, Burma, Kambodscha, Thailand, Tanzania, Mozambique, Kenya, Nicaragua, Costa Rica, Peru und in viele andere Länder.

• Öffentlichkeitsarbeit: Printmedien, Radio, Fernsehen, Interviews, Dokumentarfilme, Presseaussendungen, sowohl national als auch international gehören auch zu Tätigkeiten von AAMV/CMC Austria.

• Das Bundesministerium für Auswärtige Angelegenheiten unterstützte einige Projekte von Austrian Aid for Mine Victims (AAMV).
Das eine war ein Minenopferhilfsprojekt in Kambodscha (socio-economic reintegration ) und diente der Ausbildung von Minenopfern zum Erwerb von Kenntnissen und Fertigkeiten in Metallbearbeitung, Elektrotechnik und Montagetechnik. Diese Kenntnisse wurden im Rahmen der erstmaligen Produktion, Handhabung und Wartung von 3 „Tempest“-Vegetationsschneidegeräten, die zur Vorbereitung der Minenräumung und der Räumung von anderen UXOs dienen, verwendet. Die Minenopfer konnten in weiterer Folge für die Wartung dieser Geräte von den Entwicklungs- und Räumungsorganisationen vor Ort angestellt werden. Mittlerweile gehören diese ferngesteuerten Tempest-Schneidetraktoren zur Standardausstattung der wichtigsten Räumungsorganisationen wie MAG, Handicap International oder Norwegian People´s Aid, besonders in Gebieten mit dichter Vegetation.
Ein weiteres vom BMaA unterstütztes Projekt war die kontinuierliche Kooperation mit der International Campaign to Ban Landmines (ICBL) sowie mit der Cluster Munition Coalition (CMC) und die politische Arbeit von AAMV/CMC Austria als Mitglied dieser beiden NGO-Kampagnen.

Das in 2007 vom Außenministerium unterstützte Projekt beauftragt CMC Austria und dessen Leiterin Judith Majlath als Focal Point der internationalen NGO-Community im Vorfeld der Wiener Konferenz zu Streumunitionen von Dezember 2007 zu agieren. Dazu gehört u. a. die Organisation des Internationalen NGO Forums in Rahmen dieser Konferenz, ein Global Action Day in Wien, eine umfassende Werbekampagne, verschiedene Informationsaktionen, Presse- und Medienarbeit und Arbeit im Rahmen der internationalen Cluster Munition Coalition zu organisieren.


© cmc austria 2008

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